Kinderfreibetrag: 2020 / 2019 / 2018 Steuern sparen

Kurze Zusammenfassung:

Das bereits monatlich gezahlte Kindergeld ist eine Vorauszahlung auf den Kinderfreibetrag. Im Jahr 2019 beträgt der Kinderfreibetrag für Eltern zusammen 4.980 Euro, ansonsten 2.490 Euro pro Elternteil. Die BEA-Zulage (für Pflege-, Aus- und Weiterbildungsbedarf) beträgt 2.640 Euro.

Eltern können mit dem Kinderfreibetrag Steuern sparen. Es ist eine der Sozialleistungen für Eltern in Deutschland und soll – ähnlich wie das Kindergeld – Familien unterstützen. Eltern können entweder von der steuerfreien Zulage oder vom Kindergeld profitieren. Welche der beiden Leistungen sich besser eignet, wird in der Regel erst am Ende des Steuerjahres entschieden. Um herauszufinden, wie Sie vom steuerfreien Kindergeld profitieren können und welche Unterschiede es zum Kindergeld gibt, lesen Sie hier:

Kinderfreibetrag-Eltern-Geld-Steuern-sparen

Was ist der Kinderfreibetrag?

Kinderfreibetrag: Was bedeutet das? Es ist kein Geheimnis, dass Eltern viel Geld für die Erziehung und Betreuung ihrer Kinder brauchen. Besonders in den ersten Lebensjahren wird ein kleines Vermögen für Windeln, Kleidung und Lebensmittel angesammelt.

Kinderfreibetrag bedeutet Steuerersparnis für die Eltern. Es senkt das Einkommen, das zum Jahresende besteuert werden muss. Die Eltern haben somit mehr Bruttoeinkommen aus dem Nettoeinkommen übrig. Darüber hinaus hat die steuerfreie Zulage einen Einfluss auf die Berechnung der Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag.

Der Kinderfreibetrag ist eng mit dem Kindergeld verbunden. Eltern erhalten entweder Kindergeld oder den steuerfreien Betrag. Abhängig von den individuellen Umständen kann entweder das Kindergeld oder die steuerfreie Zulage für die Eltern günstiger (d. H. steuersparender) sein.

Wie hoch ist der Kinderfreibetrag?

Folgende Höhe beträgt er für das Jahr:

2014: 7.008 Euro

2015: 7.152 Euro

2016: 7.248 Euro

2017: 7.356 Euro

2018: 7.428 Euro

2019: 7.620 Euro

2020: 7.812 Euro

Genau genommen setzt sich der Freibetrag aus zwei Freibeträgen zusammen:

  1. Die Zulage für Pflege-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf (BEA) ist seit Jahren konstant geblieben.
  2. Freibetrag für das Existenzminimum (steuerfreie Zulage für Kinder): wird regelmäßig an die Lebenshaltungskosten angepasst.

Die Höhe der steuerfreien Zulage für Kinder im Jahr 2020 wird aufgeteilt:

  • 2.640 Euro für Pflege- und Ausbildungsbedarf
  • 5.172 Euro für den sächlichen Kinderfreibetrag

Jeder Elternteil hat derzeit Anspruch auf ein Kindergeld von 3.906 Euro. Eltern, die zusammen bewertet werden, können derzeit 7.812 Euro in ihrer Steuererklärung geltend machen. Wie hoch der Freibetrag jeweils ist, hängt von der Steuerklasse ab. In den Steuerklassen I, II und III beträgt der Betrag derzeit 7812 Euro. In der Steuerklasse IV beträgt der Betrag 3.906 (für jeden Ehepartner). In den Steuerklassen V und VI gibt es kein Kinderfreibetrag.

Nach Angaben der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e.V. profitieren Eltern in der Regel von der Steuerbefreiung, wenn sie zusammen mehr als 75.000 Euro verdienen. Alleinerziehende entsprechend, wenn ihr Jahreseinkommen 37.500 Euro brutto übersteigt.

Kinderfreibetrag und Kindergeld: Die Unterschiede

Die finanzielle Entlastung – wird auch durch das Kindergeld verfolgt. Eltern erhalten entweder Kindergeld oder die steuerfreie Zulage (Kinderfreibetrag) für ihr Kind. Am Ende des Steuerjahres wird entschieden, welche günstiger ist, und diese Option wird gewählt.

Die Eltern müssen dies nicht selbst tun, sondern das Finanzamt (oder der Steuerberater) kümmert sich im Rahmen der sogenannten Günstigerprüfung darum.

Auch wenn die Eltern bereits wissen, dass sich die steuerfreie Zulage günstiger auf sie auswirkt, sollten sie auf jeden Fall Kindergeld beantragen. Bei der Günstiger Prüfung geht das Finanzamt in der Regel davon aus, dass der Elternteil Kindergeld beantragt und erhalten hat.

Daher ist der jährliche Betrag für das Kindergeld in der Steuererklärung enthalten. Um von Anfang an Probleme zu vermeiden, sollten Eltern nach der Geburt eines Kindes Kindergeld beantragen.

Der Vergleich zeigt noch einmal die Unterschiede:

Kindergeld

Wie viel Kindergeld Eltern erhalten können, hängt davon ab, wie viele Kinder sie haben. Der Betrag wird jeden Monat auf das Konto überwiesen.

  1. Beim ersten Kind: 204 Euro.
  2. Beim zweiten Kind: 204 Euro.
  3. Beim dritten Kind: 210 Euro.
  4. Ab dem vierten Kind: 235 Euro.

Kinderfreibetrag

Kinderfreibetrag hängt auch von der Anzahl Ihrer Kinder ab. Es wird nicht monatlich überwiesen, sondern reduziert das zu versteuernde Einkommen:

  1. Pro Kind liegt er bei 7812 Euro jährlich.
  2. Darin enthalten sind der Bedarf für das sachliche Existenzminimum des Kindes,
  3. sowie Kosten für Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf.

Wie beantrage ich Kindergeld?

Wie beantrage ich Kindergeld? Eltern können bei der Familienkasse Kindergeld beantragen. Die für Sie zuständige Behörde finden Sie im Ortsverzeichnis des Bundesamtes für Arbeit. Dort finden Sie auch die Formulare, die Sie für die Bewerbung benötigen.

Idealerweise haben Sie die Steueridentifikationsnummer Ihres Kindes bereits zur Hand, wenn Sie Kindergeld beantragen. Sie können dies jedoch auch später einreichen. Dies funktioniert normalerweise ohne Probleme. Ihre Steueridentifikationsnummer (oder die Nummer des Elternteils, der Kindergeld erhalten soll) gehört ebenfalls zum Antrag.

Sie können Kindergeld nicht nur für Ihre eigenen Kinder beanspruchen. Sie haben auch Anspruch auf Sozialleistungen für Adoptiv- oder Pflegekinder.

Übrigens sollten Sie Ihr Kindergeld so schnell wie möglich geltend machen: Früher waren es rückwirkend bis zu vier Jahre, jetzt erhalten Sie rückwirkend ab Antragsdatum maximal sechs Monate Kindergeld.

Wer hat Anspruch auf den Kinderfreibetrag?

Der Kinderfreibetrag soll die Grundbedürfnisse des Kindes decken und ist für beide Elternteile gleichermaßen zu zahlen. Wenn das Kind nicht mit seinen leiblichen Eltern aufwächst, kann das Kindergeld an einen Stiefelternteil oder Großelternteil übertragen werden.

Der Anspruch darauf entsteht im Monat der Geburt des Kindes und hängt vom Alter und der Berufslaufbahn des Kindes ab.

Grundsätzlich wird das Kindergeld bis zum 18. Lebensjahr gezahlt. Dies bedeutet, dass der Anspruch auf das Kindergeld so lange besteht, wie dieser Zeitraum besteht. Unter bestimmten Umständen kann das Kindergeld (und damit auch das steuerfreie Kindergeld) bis zum Ende des 25. Lebensjahres über das 18. Lebensjahr hinaus gezahlt werden.

Dies ist möglich, wenn

  • das Kind macht seine erste Berufsausbildung
  • absolviert ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder einen freiwilligen Bundesdienst (BFD),
  • studiert
  • hat noch keinen Ausbildungsplatz gefunden.

Wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, kann das Kindergeld weiterhin für die zweite Ausbildung gezahlt werden, beispielsweise für einen Masterstudiengang nach dem Bachelor-Abschluss (und somit besteht der Anspruch auf Kinderfreibetrag).

Nebenjob des Kindes

Damit der Anspruch gültig bleibt, darf das Kind nicht vollbeschäftigt sein. Ein Teilzeitjob oder ein Mini-Job ist jedoch normalerweise kein Problem. Solange das Kind nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, wird weiterhin Kindergeld gezahlt.

Übrigens kann das Kind ausnahmsweise mehr als 450 Euro verdienen. Dies geschieht insbesondere während der Semesterferien mit Studierenden. Solange das Kind länger als drei Monate (oder 70 Arbeitstage) nicht mehr als 450 Euro verdient, ist dies ebenfalls möglich.

Also: Während der langen Semesterferien im Sommer dürfen Studenten arbeiten und Geld verdienen. Solange es jährlich nicht mehr als drei Monate sind.

Eine Erwerbstätigkeit umfasst nicht nur eine Anstellung, sondern auch eine freiberufliche, selbständige oder land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit. Wenn der Jugendliche sowohl erwerbstätig als auch in irgendeiner Weise nicht abhängig beschäftigt ist, addiert das Finanzamt die beiden Einkommen. Unter bestimmten Umständen können Sie Ihren Anspruch auf Kindergeld und damit den Kinderfreibetrag verlieren.

Kinderfreibetrag mit mehreren Kindern

Eltern haben Anspruch auf den Kinderfreibetrag für jedes Kind. Schließlich erhalten sie für jedes Kind auch Kindergeld. Die Eltern teilen die steuerfreie Zulage in ihren Steuererklärungen untereinander auf. Dies geschieht nach dem sogenannten Halbteilungsprinzip.

Für Paare, die in der Steuerklasse IV besteuert werden, d. H. Verheiratet sind, wird das gleiche Kindergeld gutgeschrieben. Sie erkennen dies in Ihrer Steuererklärung daran, dass der Zähler für Kinder 1,0 ist. Wenn Sie zwei Kinder haben, wird dort analog 2.0 eingegeben. Die Anzahl erhöht sich mit jedem weiteren Kind.

Wenn sich das Ehepaar auf die Verteilung der Steuerklassen III und V geeinigt hat, wird die steuerfreie Zulage nur einem Elternteil gutgeschrieben – demjenigen mit der Steuerklasse III.

Im Gegensatz dazu wird für unverheiratete Paare (Steuerklassen I oder II) nur die Hälfte des Kinderfreibetrages gutgeschrieben. In diesem Fall haben jedoch beide Elternteile wieder Anspruch auf das Kindergeld. Sie können dies im Zähler 0.5 für jedes Kind sehen. Wenn diese Steuerklasse zwei Kinder enthält, wird der Zähler 1 in der Steuererklärung jedes Elternteils angezeigt.

Was passiert bei einer Scheidung?

Wenn sich die Eltern scheiden lassen, können sie das Kindergeld unter sich aufteilen. Jede Partei beansprucht dann ihren Anteil an der Steuererklärung. Es spielt keine Rolle, in welchem Haushalt das Kind nach der Scheidung lebt.

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wenn ein Elternteil seine Unterhaltsverpflichtung mit weniger als 75 Prozent erfüllt, wird dem anderen Elternteil das volle Kindergeld gutgeschrieben. Der gesamte Anspruch kann auch in diesem Fall übertragen werden.

Dies hat eine weitere Konsequenz: Der Elternteil profitiert nicht nur vom vollen Kinderfreibetrag, sondern auch vom Ausbildungsfreibetrag, dieser kann auch vom Elternteil in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

Berechnungsbeispiel für die Zulage

Wie sieht das in der Steuererklärung aus? Nehmen wir das Beispiel einer unverheirateten Person, die für den Unterhalt eines Kindes verantwortlich ist und ein steuerpflichtiges Einkommen von 40.000 Euro hat. Die Zahlen beziehen sich auf das Vorjahr, da sie für die Steuererklärung gelten, die Sie in diesem Jahr einreichen oder eingereicht haben.

Steuerpflichtiges Einkommen: 40.000 Euro. Der Arbeitnehmer ohne Kind müsste auf dieses Einkommen 8670 Euro Steuern zahlen.

Im vorliegenden Fall kann er jedoch anteilig den Kindefreibetrag für ein Kind beantragen, dh: Kinderfreibetrag 0,5 = 3714 Euro. Dies ergibt ein zu versteuerndes Einkommen von 36.286 Euro. Dies führt zu einer Steuerzahlung von 7385 Euro. Und damit eine Ersparnis von 1285 Euro.

Zum Vergleich: Das Kindergeld für diesen Arbeitnehmer im Steuerjahr beträgt nur 1164 Euro. Mit dem Kindergeld spart es somit 121 Euro Steuern.